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Zug der Erinnerung

ist ein gemeinnütziger Verein deutscher Bürgerinitiativen, der an das Schicksal der während der NS-Zeit deportierten und ermordeten Kinder erinnern will. Der Verein betreibt eine Ausstellung, die in Form eines Zuges durch Deutschland fährt, damit das Gedenken konkret und praktisch werden kann.

Auch in Krefeld hat sich unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters eine Initiative gefunden, die sicherstellen will diesen Zug in Krefeld halten zu lassen.

Vertreter lokaler Vereine und Verbände, Bürgervereine und deren Dachorganisationen, Parteien und Gewerkschaften und viele interessierte Bürger fanden sich zusammen, um die Tage in Krefeld vorzubereiten. Diese Initiative trifft sich zu ihren gemeinsamen
Vorbereitungstreffen in den Räumen der Villa Merländer, der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld.

 

 

Der Zug der Erinnerung hält von
Sonntag, 20. März bis Dienstag, 22. März 2011 im Krefelder Hauptbahnhof auf Gleis 5.

Die Ausstellung ist am Sonntag von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet,
Montag und Dienstag von 8 Uhr bis 22 Uhr.

Montag und Dienstag werden in der Zeit 8 Uhr bis 16 Uhr Schulklassen die Ausstellung besuchen. Einzelbesucher sollten das bedenken und ggf. die späteren Stunden für einen Besuch der Ausstellung wählen.

Die Ausstellung wird am Sonntag um 11.00 Uhr am Zug auf Gleis 5 eröffnet. Neben dem Schirmherrn der Ausstellung, Oberbürgermeister Gregor Kathstede wird Herr Minow, der Vorsitzende des Vereins 'Zug der Erinnerung' sowie Dr. Ingrid Schupetta, die Leiterin der Krefelder NS-Dokumentationsstelle, als Vertreterin der Krefelder Initiative sprechen. Für den musikalischen Rahmen sorgen Kinder der Regenbogenschule sowie ein Ensemble der Musikschule.


 

Reaktionen

Firmbewerber aus Maria Frieden am „Zug der Erinnerung“:

„… viele wollten gar nicht mit uns sprechen“, berichten einige Firmbewerber von ihren Versuchen, mit Passanten über die Aktion „Zug der Erinnerung“ ins Gespräch zu kommen und zeigen sich dann doch beeindruckt von den Reaktionen derer, die Rede und Antwort stehen, als sie aufgewühlt von der Ausstellung kommen.

Zuvor hatten sich die jungen Leute in der Ausstellung auf Gleis 5 selbst ein Bild von den Schicksalen der jüdischen Kinder und Jugendlichen (auch aus Krefeld!) während der Naziherrschaft gemacht. Schon in der vorangegangenen Einführung eines Zugmitarbeiters hatten sie von den Versteigerungen des enteigneten Besitzes, von Verfolgungen und den unmenschlichen Bedingungen der Deportationen gehört. Neu war ihnen, welch unrühmliche Rolle die Deutsche Bahn (damals noch Reichsbahn) dabei spielte: Sie ließ sich den Transport in Zwangsarbeit und Tod und sogar die 1. Klasse-Fahrkarten der SS-Leute von den Juden bezahlen.

Die Enge im Ausstellungszug, die schlechte Luft trotz der weit geöffneten Fenster, die beklemmende Stille trotz der vielen Menschen vor den Schautafeln … all das ließ die Jugendlichen das Grauen von damals ahnen.

Still und nachdenklich waren die anschließenden Gespräche in den Kleingruppen. Wie konnte das geschehen? Warum war es so schwer, Widerstand zu leisten? Wer trägt die Verantwortung? Was haben uns Großeltern und Eltern erzählt? Wie wäre es mir gegangen, wenn ich damals gelebt hätte? Hätte ich eine Freundschaft mit einem jüdischen Jugendlichen trotz der Verfolgungen aufrecht erhalten? … und natürlich auch: Warum besuchen wir mit der Firmgruppe so eine Ausstellung? Hat das was mit unserem Glauben zu tun?

Das Fazit am Ende eines bedrückend eindrücklichen Tages:
„So eine Ausstellung ist gut, damit man nicht vergisst!“

Brigitte Schmitz
Gemeindereferentin

 

Wir bedanken uns bei allen Sponsoren
des Krefelder Haltes des "Zug-der-Erinnerung":

Stadt Krefeld, Stefan Galke, Kupski, Bündnis 90/Grüne, Bürgerverein Forstwald, ev.Gemeinde-Verband, Verdi, IG Metall, Indaal, SWK, Schmolz & Bickenbach, Altkath. Gemeinde, R. Gropp, Krefelder Bündnis für Toleranz, BV Tackheide, Sparkasse Krefeld, Hennig + Lucas, BV Kliedbruch, Ilse Kassel, Zylberlicht, Ziegler, Galeria Kaufhof, Eheleute Dr. Gabelin, Anne Lesley Bischof, BG Bismarckviertel, BV Grönland, Degemann HJ, Frau Betz, Angelika Neumann, Cargill, Deutsche Bank, FDP, DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund